Rezept für Tarte Tatin mit Marillen

Tarte Tatin ist eigentlich eine traditionelle französische Apfeltarte, die verkehrt herum gebacken und am Schluß gestürzt wird (ohne sich dabei am Karamell zu verbrennen). Vor vielen Jahren habe ich sie schon einmal gebacken, dabei ist mir das Karamell im Ofen aus der Form ausgeronnen. Das Drama könnt ihr euch sicher vorstellen… Danach hatte ich auch wirklich keine Lust mehr, noch einen Versuch zu starten. Jetzt hat es sich aber ergeben, dass ich Marillen übrig und wenig Zeit hatte, aber unbedingt einen Kuchen backen wollte. Also habe ich mich spätnachts an eine Tarte Tatin gewagt – ohne Äpfel, dafür mit den herrlichsten Marillen aus der Wachau!

Die Tarte ist wirklich easy und schnell gebacken. Sobald die große Apfelernte beginnt, werde ich sie gleich nochmal backen! Bevor die Marillensaison also zu Ende geht, schnappt euch noch ein paar der süßen Früchtchen und macht euch ran an die Tarte!
Übrigens, wer die Haut auf den Marillen nicht mag, sollte diese kurz in heißem (aufgekochtem) Wasser abschrecken (ca. 2 Minuten stehen lassen) und die Haut abziehen.

Für eine Tarte Tatin mit Marillen braucht ihr:

eine ofenfeste Pfanne, ca. 28cm Durchmesser

1 Pkg. Blätterteig
1 Zweig Rosmarin – Nadeln abgezupft und sehr klein gehackt
ca. 14 Marillen – gewaschen, halbiert und entkernt
70g Kristallzucker
20g Butter

  1. Zucker in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Das dauert einige Minuten, keine Panik!
  2. Sobald der Zucker karamellisiert ist – auch bei den entstandenen Stückchen keine Panik, die lösen sich gleich wieder auf – die Butter nach und nach unterrühren, dann den gehackten Rosmarin dazugeben.
  3. Backrohr auf 180°C vorheizen.
  4. Marillen mit der Schnittseite nach oben dicht aneinander in die Pfanne legen.
  5. Den Blätterteig darauf legen, etwas andrücken. Den überstehenden Teig abschneiden. Soviel Rand lassen, dass ihr ihn am Pfannenrand noch etwas runterdrücken könnt – also zwischen Marillen und Pfannenrand schieben!
  6. Ca. 30 Minuten backen, der Teig sollte schön goldbraun werden.
  7. Pfanne aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten abkühlen lassen.
  8. Dann einen passenden Teller auf die Tarte legen (am besten über der Abwasch) und sehr (!) vorsichtig umdrehen. Dabei rinnt Karamell und Saft aus der Pfanne, also aufpassen, Verbrennungsgefahr!
  9. Die gestürzte Tarte abkühlen lassen. Wer mag bestäubt sie dann noch mit Staubzucker.

Habt den feinsten Sonntag, ihr Lieben – mit jede Menge Kuchen und den tollsten Menschen!

P.S.: Wenn ihr Tartes mögt, findet ihr hier noch eine kleine Auswahl:

Tartelettes mit Buchweizenmehl, Zwetschken und Pfirsichen
Zwetschkentartes mit Mandel-Marzipan-Streuseln
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Weinberg Nektarinen Rosmarin Tartelettes
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