Rezept für eine Biskuitroulade

Wenn ich an meine Kindheit denke, sehe ich ganz viele Biskuitrouladen. Neben Erdbeer- und Bananenmilchshake, Himbeerkracherl, Mondkeksen und Rotweinkuchen (oh yes!), das flauschigste Biskuit mit Marillen- oder Erdbeermarmelade, im Frühling auch mit Erdbeer-Topfencreme. Und wenn wir ganz verrückt waren, gab’s eine Schoko-Bananen-Roulade. Und egal wie man’s dreht und wendet, es war nie genügend Biskuitroulade da. Denn wenn man einmal angefangen hat zu essen, kann man nicht mehr aufhören. Zum Glück ist sie aber so einfach gemacht, dass man in Windeseile gleich eine zweite aus dem Ofen holen kann. Und wenn ihr ein paar einfache Tricks beachtet, kann auch gar nix schiefgehen.

Ich habe mir nämlich sagen lassen, dass man einer eine große Scheu hat vorm Biskuitrouladenbacken, weil sie am Papier festklebt oder beim Aufrollen bricht. Aber keine Panik, das kann man alles leicht lösen: die Roulade niemals zu dunkel backen, sie muss oben nicht goldbraun sein – je dunkler ihr sie backt, desto trockener ist sie und umso leichter bricht sie dann auch. Während dem Backen ein Geschirrtuch mit ein paar Spritzern Wasser leicht anfeuchten und auf der Arbeitsplatte ausbreiten. Mit viel Kristallzucker bestreuen. Sobald die Roulade fertig gebacken ist, auf das Geschirrtuch legen, Papierseite nach oben. Jetzt mit einem kalten, nassen Küchentuch über die das Backpapier streichen und dabei das Backpapier vorsichtig ablösen. Roulade zusammen mit dem Geschirrtuch sofort aufrollen, von welcher Seite ihr auch mögt und aufgerollt auskühlen lassen. Zum Bestreichen die Roulade wieder vorsichtig auseinanderrollen! Ihr seht, keine Hexerei, nur ein paar feine Tricks!

Für eine Biskuitroulade braucht ihr:

ein Backblech, mit Backpapier ausgelegt

4 Eier, Größe L
100g Zucker
100g Mehl
60g Butter, geschmolzen
eine Prise Salz

Kristallzucker, Staubzucker und Marillenmarmelade

  1. Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier trennen.
  3. Eiweiß mit einer Prise Salz mit dem Handmixer halbsteif schlagen, dann nach und nach den Zucker einrieseln lassen und weiterrühren, bis der Schnee steif geschlagen ist.
  4. Dann die Butter und die Eigelbe unter ständigem Rühren dazugeben.
  5. Zum Schluß das Mehl mit einer Teigkarte unterheben.
  6. Teig auf dem Backblech dünn verstreichen und sofort ins Backrohr geben.
  7. 8 Minuten backen, drückt mit der Fingerspitze vorsichtig auf den Teig, wenn er zurückspringt ist er fertig, wenn eine kleine Delle bleibt, nochmals 2 Minuten backen. Und nicht zu lange backen (siehe oben), die Roulade soll nicht goldbraun und trocken werden.
  8. Während dem Backen (wie oben beschrieben) ein angefeuchtetes (nicht nasses!!!) Geschirrtuch mit Kristallzucker vorbereiten und die fertige Roulade darauf stürzen, Papierseite nach oben. Mit einem kalten, feuchten Küchentuch über die Papierseite streichen und dabei das Backpapier vorsichtig abziehen.
  9. Roulade mit dem Geschirrtuch sofort aufrollen und abkühlen lassen.
  10. Die ausgekühlte Roulade vorsichtig auseinanderrollen und mit Marillenmarmelade (ich nehme meistens 4 gehäufte EL, da ich viel Marmelade in der Roulade mag) bestreichen, dann wieder aufrollen.
  11. Die Ränder abschneiden, Roulade mit Staubzucker bestreuen, fertig!

Habt den weltallerschönsten Sonntag, mit dem flauschigsten Kuchen, Wintersonnenstrahlen auf der Nasenspitze und den tollsten Menschen

P.S.: Und wenn ihr jetzt mehr Lust auf Rouladen habt, hab ich hier noch was für euch:

Biskuitroulade mit Mascarponecreme und karamellisierten Zimt-Äpfeln
Schoko-Biskuitroulade mit Topfencreme und Himbeermarmelade
Kardinalschnitte – Kardinalroulade

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