Ein {Makowiec} – auch Mohnstrudel genannt – und warum es jetzt Polnisch wird auf dem Blog

Mohnstrudel

Mohnstrudel

Manchmal brauche ich eine Challenge. So eine richtig große, eine richtig herausfordernde, eine bei der ich mein neu gewonnenes Wissen auch tatsächlich einsetzen kann. Also überlegt und gegrübeltund zum Schluss gekommen: eine neue Sprache muss her. Ein paar feine Sprachen kann ich ja (Schule und Uni sei Dank) und man kann ja nie genug Sprachen sprechen, finde ich. Und jetzt sollte es mal etwas Ausgefallenes sein.

Mohnstrudel

Mohnstrudel

Für Polnisch entschieden – warum ist eine lange Geschichte, die zwar interessant, aber auch gänzlich unrelevant ist für den weiteren Verlauf – und bei einem Online-Portal angemeldet, bei dem man angeblich supertoll Sprachen lernen kann. Jetzt sitz ich also jeden Abend da, büffle Vokabeln, höre mir Phrasen an, von denen ich mir sicher bin, dass ich sie nie aussprechen werde können und frage mich, warum die Polen das R so rollen müssen. Bisher stehen meine Zunge und das rollende R noch ziemlich auf Kriegsfuss.

Mohnstrudel

Mohnstrudel

Und es macht so viel Spaß, unglaublich. Ich kann inzwischen wahlweise 2 Bier oder 2 Tickets kaufen, ich weiß, was „wie bitte?“ und „Danke“ heißt und da ist ja schon mal ein guter Start. Das ist nämlich mehr, als ich jemals angenommen hätte, in dieser Sprache zu wissen. Und um dann auch noch so richtig in Stimmung zu kommen, habe ich mit gleich ein polnisches Kuchenrezept herausgesucht. Man muss ja schließlich auch über Land & Leute & Kultur Bescheid wissen, hihi. Und deshalb gibt’s heute Makowiec (sprich: makovjets), einen supersaftigen Mohnstrudel, mit einem Hauch Orange und dazu ein Glas mleko.

Mohnstrudel

Mohnstrudel

Für 1 Makowiec (Mohnstrudel) braucht ihr:

ein Backblech

1 cup Mehl
60ml Milch, lauwarm
50g Butter, geschmolzen
2 Eidotter
1/2 Würfel frischer Germ (Hefe)
2 EL Zucker
eine große Prise Salz
1/2 EL Rum
1/4 TL gemahlene Vanille

170g geriebenen Mohn
60g Staubzucker
20g Walnüsse, gehackt
1 EL Honig
3 Tropfen Bittermandelaroma
1/2 TL Zimt
1/2 EL weiche Butter
abgerieben Schale einer Bio-Orange
2 Eiweiß

1. Milch und Germ mit Zucker vermischen, bis sich der Germ ausgelöst hat. Dann ca. 10 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen.
2. Mehl, Butter, Dotter, Salz, Rum und Vanille in eine große Schüssel geben, die Milch mit dem Germ dazugegeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine ca. 10 Minuten kneten.
3. Abgedeckt ca. 1,5 Stunden gehen lassen.
4. Für die Füllung Mohn in eine Schüssel geben und mit ca. 5 EL heißem Wasser vermischen.
5. Zucker, Aroma, Orangenschale, Honig, Walnüsse, Zimt und Butter zum Mohn geben und mit einer Gabel ordentlich verrühren.
6. Eiweiß steif schlagen und unter die Mohnfülle heben.
7. Germteig zu einem ca. 3 mm dicken Rechteck ausrollen.
8. Füllung darauf verstreichen, am oberen Rand ca. 2cm frei lassen.
9. Teig eng aufrollen und – Achtung, jetzt wird’s etwas tricky – den Strudel doppelt in Backpapier einrollen. Zwischen Strudel und Backpapier soll ca. 1cm Abstand bleiben. Die Seitenränder müssen offen bleiben.
10. Den Strudel im Backpapier ca. 15 Minuten gehen lassen, währenddessen das Backrohr auf 190°C vorheizen.
11. Strudel im Backpapier auf’s Blech setzen und mit dem Backpapier backen.
12. Ca. 30-40 Minuten backen. Der Strudel muss hohl klingen, wenn man mit den Fingerknöcheln darauf klopft.
13. Ca. 10 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, dann das Packpapier entfernen und vollständig auskühlen lassen.
14. Wer mag, kann noch aus Orangensaft und Staubzucker eine Zuckerglasur herstellen und den Strudel damit einstreichen und mit Mohn bestreuen.

 

Rezept adaptiert von Moje Wypieki

Mohnstrudel

Mohnstrudel

Glasflaschen, Foliendeckel und Körbchen: Stock Dublin
Papierstrohhalme: my little day

 

Habt es schön an diesem wunderbaren Sonntag! Und nicht vergessen: Kuchen ist immer eine gute Idee!

11 Kommentare zu „Ein {Makowiec} – auch Mohnstrudel genannt – und warum es jetzt Polnisch wird auf dem Blog

  1. Hallo!
    In Polen essen wir den makowiec immer zu Weihnachten, das ist Tradition! Und dann auch gerne mit Rosinen! Den kann man dann vor Weihnachten in jeder Konditorei finden und bestellen!

    Viel Erfolg noch beim Lernen!

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Pingback: Maras Wunderland

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