Rezept für Apfelschlangerl (Apfelstrudel)

Apfelstrudel

Manche Mehlspeisen hat man in den Genen. Die mag man einfach. Das ist einfach so. So wie bei mir der Apfelstrudel. Vielleicht, weil ich aus Österreich komme. Vielleicht, weil meine Mama den schon immer so gerne mochte. Oder weil meine Oma den weltallerbesten Apfelstrudel gemacht hat. Der hieß dann allerdings – und eigentlich heißt jeder Apfelstrudel (außer der ausgezogene) bei uns – Apfelschlangerl. Wie ich festgestellt habe, ist Apfelschlangerl ein Wort, das nicht jede der deutschen Sprache mächtige Person versteht. Dabei sollte es im Duden stehen. Nichts kann den Geschmack so gut ausdrücken wie das Wort Apfelschlangerl

Apfelstrudel
Apfelstrudel

Ganz weit vorne. Unter A wie Apfelschlangerl. Es klingt nämlich nicht nur schön, sonder beschreibt die Apfelstrudelperfektion. So, wie ihn meine Oma gemacht hat. Mit Äpfeln aus dem eigenen Garten, die meine Schwester und ich unter viel Gelächter mit einem Apfelpflücker von den Bäumen holen durften. Die dann – weil im Garten ziemlich viele Apfelbäume standen, die alle ziemlich viele, ziemlich gute Äpfel trugen, im Keller zwischengelagert wurden, auch im Winter zu den weltallerbesten Apfelschlangerln verarbeitet wurden.

Apfelstrudel

Der Teig war goldbraun, ein bisschen mürbe und bröselig, ein bisschen weich und an manchen Stellen auch schön knusprig. Er wurde auf den hübschesten Goldrandtellern serviert und die Endln (Randstücke) hat meine Oma immer für meine Mama reserviert, weil sie die am liebsten mag.
Und obwohl ich das Rezept meiner Oma habe und Äpfel aus dem Garten verwende, schmecken sie nie so wie bei ihr. Und deshalb sind meine Mama und ich auch immer auf der Suche nach dem perfekten Apfelschlangerl. Vielleicht, weil wir die Apfelschlangerl in den Genen haben. Vielleicht sind sind wir aber auch einfach nur Apfelschlangerl-gebrainwashed.

Apfelstrudel
Apfelstrudel
Für ein großes Apfelschlangerl braucht ihr:
ein Backblech, ausgelegt mit Backpapier
Für den Teig:
300g Mehl
1 TL Backpulver
100g Staubzucker
1 Ei
eine Prise Salz
120g weiche Butter
2 EL Milch
Für die Füllung:
750g Cox orange oder Boskop Äpfel
Saft einer Zitrone
2 EL gemahlene Mandeln
50g Semmelbrösel
2 EL Butter
5 EL Zucker
Zimt nach Geschmack
Eiermilch zum Bestreichen (1 Ei mit 2 EL Milch vermischt)
1. Für den Teig Butter mit Salz und Zucker mit einem Handmixer cremig rühren.
2. Milch und Ei einrühren, dann Mehl und Backpulver darüber sieben und unterrühren.
3. Mit einem Kochlöffel ordentlich durchkneten, dann den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
4. Backrohr auf 180°C vorheizen.
5. Äpfel schälen, vierteln und entkernen, dann in dünne Scheiben schneiden und in einer großen Schüssel mit dem Zitronensaft vermischen. Zucker und Zimt untermischen und die Mandeln dazugeben.
6. Semmelbrösel in der Butter anrösten und ebenfalls dazugeben.
6. Backpapier mit Mehl bestäuben, dann den Teig darauf zu einem ca. 40x25cm großen Rechteck ausrollen.
7. Apfelmasse in der Mitte der Länge nach verteilen, dann die Teigränder oben darüber klappen und andrücken, an den Seiten gut verschließen.
8. Mit Eiermilch bestreichen und ca. 45 Minuten backen.
9. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.
Apfelstrudel
Rezept adaptiert von hier.